Fuerteventura entdecken – Sehenswürdigkeiten, Natur und Routen

Die Insel im Überblick

Blick auf den Strand von Morro Jable im Süden Fuerteventuras

Fuerteventura lässt sich am besten entdecken, wenn man die Insel Schritt für Schritt erkundet. Weite Sandstrände im Norden, karge Höhenzüge im Inselinneren und die wilde Küste im Süden prägen das Landschaftsbild.

Auf dieser Seite findest du ausgewählte Sehenswürdigkeiten, landschaftliche Besonderheiten und Vorschläge für sinnvolle Tagesrouten, mit denen du die Insel eigenständig erkunden kannst.

Ausgewählte Sehenswürdigkeiten

Sanddünen im Naturpark Corralejo auf Fuerteventura mit Blick auf den Atlantik

Dünen von Corralejo
Die Dünen von Corralejo liegen im Parque Natural de Corralejo im Nordosten der Insel. Das mehrere Kilometer lange Dünenfeld erstreckt sich entlang der Küste zwischen Corralejo und Puerto del Rosario. Feiner, heller Sand trifft hier auf türkisfarbenes Wasser und weite Ausblicke Richtung Lanzarote. Parkmöglichkeiten befinden sich direkt an der Küstenstraße FV-1.

Isla de Lobos
Die Isla de Lobos liegt rund zwei Kilometer vor der Küste von Corralejo. Die kleine, unbewohnte Insel ist ein geschütztes Naturgebiet mit Wanderwegen, Badebuchten und dem Vulkankegel Montaña La Caldera. Für den Besuch ist eine vorherige Online-Genehmigung erforderlich, da die tägliche Besucherzahl begrenzt ist.

Isla de Lobos vor der Küste von Fuerteventura mit Vulkanlandschaft und Meer
Schwarze Lavaküste und Höhlen von Ajuy an der Westküste Fuerteventuras

Ajuy Höhlen
Die Höhlen von Ajuy befinden sich an der Westküste nahe dem gleichnamigen Ort. Über einen gut ausgebauten Küstenweg erreicht man mehrere große Grotten, deren Gestein zu den ältesten Formationen der Kanarischen Inseln zählt. Der Weg ist kurz, aber stellenweise windanfällig.

Betancuria
Betancuria wurde im 15. Jahrhundert gegründet und war die erste Hauptstadt Fuerteventuras. Der kleine Ort liegt im Inselinneren in einem geschützten Tal. Zu den wichtigsten Bauwerken zählt die Iglesia de Santa María, die das historische Zentrum prägt.

Historischer Ort Betancuria im Inselinneren von Fuerteventura

Landschaft und Regionen der Insel

Fuerteventura ist die älteste der Kanarischen Inseln und stark von Erosion geprägt. Die Landschaft wirkt offen und weitläufig, mit niedrigen Bergzügen, einzelnen Vulkankegeln und ausgedehnten Ebenen.

Im Norden liegen die Dünen von Corralejo und mehrere gut erhaltene Krater wie der Calderón Hondo. Die Westküste zeigt sich rau mit steilen Klippen und dunklem Gestein, während die Ostküste von langen Sandstränden geprägt ist. Im Süden bildet die Halbinsel Jandía eine eigene Landschaftseinheit mit Bergen, abgelegenen Stränden und weiten Ausblicken.

Das Inselinnere rund um Betancuria liegt geschützt zwischen Hügelketten und gehört zu den historisch ältesten besiedelten Gebieten der Insel.

Vorschläge für Tagesrouten

Corralejo – Parque Natural de Corralejo – El Cotillo

Diese Route verbindet die wichtigsten Landschaften im Norden und lässt sich gut an einem Tag umsetzen. Ausgangspunkt ist Corralejo. Von dort erreichst du in wenigen Minuten das Dünengebiet im Parque Natural de Corralejo entlang der Straße FV-1. Mehrere Parkbuchten ermöglichen kurze Stopps direkt an den Dünen.

Anschließend bietet sich die Weiterfahrt über Lajares oder direkt entlang der Küste nach El Cotillo an. Der Ort ist bekannt für seine geschützten Lagunenstrände auf der Ostseite sowie für die offene Atlantikküste im Westen. Die Strecke zwischen Corralejo und El Cotillo dauert rund 40 Minuten ohne Stopps.

Ein Besuch der Isla de Lobos kann als eigenständiger Halbtagesausflug von Corralejo aus eingeplant werden. Für das Betreten der Insel ist eine vorherige Online-Genehmigung erforderlich.

Inselinneres und Westküste

Puerto del Rosario – Betancuria – Mirador Morro Velosa – Ajuy

Diese Route führt durch das zentrale Bergland und weiter an die Westküste. Von Puerto del Rosario aus verläuft die Straße FV-30 in Richtung Betancuria durch kurvige Abschnitte mit weiten Ausblicken.

Betancuria selbst eignet sich für einen kurzen Rundgang durch das historische Ortszentrum. Wenige Kilometer weiter liegt der Mirador Morro Velosa, ein gut zugänglicher Aussichtspunkt mit Blick über große Teile des Inselinneren.

Von dort führt die Strecke weiter nach Ajuy an die Westküste. Der Ort ist Ausgangspunkt für den kurzen Küstenweg zu den Höhlen von Ajuy. Die gesamte Route ist in etwa einem halben Tag realistisch umsetzbar, mit ausreichend Zeit für Stopps.

Süden und Halbinsel Jandía

Morro Jable – Playa de Cofete – Faro de Punta de Jandía

Diese Route erschließt die abgelegenere Südwestspitze der Insel. Von Morro Jable aus führt eine unbefestigte Straße über einen Pass in Richtung Cofete durch den Naturpark Jandía. Die Strecke ist rund 20 Kilometer lang und je nach Zustand der Piste nur eingeschränkt komfortabel befahrbar.

Viele Mietwagenanbieter schließen Schäden auf nicht asphaltierten Straßen vertraglich aus. Vor der Fahrt sollte daher die Fahrzeugkategorie und Versicherung geprüft werden.

Die Playa de Cofete ist naturbelassen und nicht bewacht. Aufgrund starker Strömungen ist das Baden hier häufig gefährlich.

Wer anschließend zum Faro de Punta de Jandía weiterfahren möchte, muss einen Teil der Strecke zurückfahren bis zur Abzweigung im Naturpark. Von dort führt eine separate Piste weiter zur Südspitze der Insel. Die Straßenverhältnisse sind auch auf diesem Abschnitt stellenweise uneben.

Die Rückfahrt erfolgt auf derselben Strecke.

Viele der vorgestellten Routen lassen sich am flexibelsten mit dem eigenen Fahrzeug umsetzen. Hinweise zu Anmietung, Versicherung und Abholung findest du auf der Seite Mietwagen auf Fuerteventura.

Weniger bekannte Orte und Aussichtspunkte

Los Molinos

Los Molinos liegt abgelegen an der Westküste zwischen Puerto del Rosario und El Cotillo. Der kleine Ort besteht aus nur wenigen Häusern, die sich um eine geschützte Bucht schmiegen. Bei Ebbe kann man durch das flache Wasser laufen, bei Flut füllt sich die Bucht schnell und verändert ihr Gesicht.

Hier wirkt Fuerteventura ruhig und zurückgenommen. Kein großer Strandbetrieb, keine Promenade, nur Meer, Wind und ein kleines Restaurant direkt am Wasser. Los Molinos eignet sich weniger für einen klassischen Badetag, sondern eher für eine Pause mit Blick auf die raue Westküste und das offene Meer.

La Pared

La Pared liegt an der Westküste der Halbinsel Jandía, dort, wo der Atlantik ungebremst auf die Insel trifft. Steile Klippen, dunkles Gestein und kräftige Wellen prägen diesen Abschnitt der Küste. Das Baden ist hier oft nicht möglich, doch gerade die Kraft des Meeres macht den Reiz dieses Ortes aus.

Abseits der wenigen Surfspots ist es meist ruhig. Wer am Abend hier steht, spürt vor allem Weite und Wind – und einen Sonnenuntergang, der langsam hinter dem Atlantik verschwindet.

Faro de la Entallada

Der Faro de la Entallada liegt südlich von Las Playitas auf einer erhöhten Klippe an der Ostküste. Schon die schmale Zufahrtsstraße führt durch eine karge Landschaft, bevor sich der Blick plötzlich weit öffnet.

Vom Leuchtturm aus reicht die Sicht über die zerklüftete Küste und hinaus auf den Atlantik. Besonders am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang wirkt dieser Ort ruhig und fast abgeschieden.

Playa de la Escalera

Die Playa de la Escalera liegt nahe El Cotillo an der Westküste. Eine lange Treppe führt von der Klippenkante hinunter zum Strand. Unten angekommen öffnet sich ein breiter, naturbelassener Küstenabschnitt ohne Infrastruktur.

Der Atlantik zeigt sich hier oft kraftvoll. Strömungen können stark sein, weshalb Baden nur mit Vorsicht möglich ist. Wer hierherkommt, sucht weniger Komfort als das Gefühl von Weite und Abstand.

Tindaya – der heilige Berg der Ureinwohner

Der markante Berg Tindaya liegt im Nordwesten der Insel nahe dem gleichnamigen Ort. Er ist archäologisch bedeutsam, da sich an seinen Flanken zahlreiche in den Fels gearbeitete Fußdarstellungen der Majos befinden, der ursprünglichen Bewohner Fuerteventuras.

Tindaya wirkt von weitem unscheinbar, hebt sich aber deutlich aus der umgebenden Landschaft ab. Der Berg steht unter besonderem Schutz. Wer sich ihm nähert, spürt vor allem die Ruhe dieser offenen, weiten Region.

Welche Regionen sich zu welcher Jahreszeit besonders eignen und wie sich Wind und Temperaturen im Jahresverlauf unterscheiden, findest du auf der Seite Beste Reisezeit auf Fuerteventura. Aktuelle Klimadaten und Wetterübersichten sind zusätzlich unter Wetter auf Fuerteventura zusammengefasst.

Ruhe und Weite der Insel

Neben bekannten Sehenswürdigkeiten und Routen prägt vor allem die Weite das Gefühl auf Fuerteventura. Große Abstände zwischen den Orten, lange Strände und offene Landschaften sorgen vielerorts für Ruhe.

In Regionen wie Costa Calma oder außerhalb der Ortszentren von Corralejo finden sich lange Küstenabschnitte, an denen selbst in der Hauptsaison ausreichend Platz bleibt. Oft genügt ein kurzer Spaziergang vom Hotel oder Parkplatz, um einen ruhigeren Strandabschnitt zu erreichen.

Die Insel lädt weniger zu dichtem Programm als zu bewusstem Innehalten ein – sei es bei einem Abendspaziergang am Meer oder beim Blick über die weite, trockene Landschaft.

Wenn du deine Reise weiter konkretisieren möchtest, findest du hier die nächsten Schritte:

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