Die Insel im Überblick

La Gomera liegt westlich von Teneriffa und gehört zu den kleineren Hauptinseln der Kanaren. Die Insel ist stark von Bergen, tiefen Tälern und Schluchten geprägt. Im Zentrum liegt der Nationalpark Garajonay mit ausgedehnten Lorbeerwäldern. Er gehört seit 1986 zum UNESCO Welterbe. Große Teile der Insel stehen unter Schutz, außerdem ist La Gomera insgesamt Biosphärenreservat.
Von den zentralen Höhenzügen verlaufen Straßen und Täler in verschiedene Richtungen bis zur Küste. Dadurch ergeben sich immer wieder starke Wechsel zwischen bewaldeten Höhenlagen, trockeneren Küstenabschnitten und kleinen Orten in den Tälern. Im Vergleich zu den größeren Inseln wirkt La Gomera ruhiger und landschaftlich sehr geschlossen.
Auf dieser Seite findest du ausgewählte Sehenswürdigkeiten, Landschaftsregionen und Vorschläge für Tagesrouten über die Insel.
Ausgewählte Sehenswürdigkeiten
Garajonay Nationalpark
Der Nationalpark Garajonay liegt im Zentrum der Insel und ist das bekannteste Naturgebiet von La Gomera. Er schützt einen der wichtigsten und am besten erhaltenen Lorbeerwälder der Kanaren. Der Park wurde 1981 als Nationalpark ausgewiesen und 1986 in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen.
Mehrere Wanderwege und Aussichtspunkte führen durch die bewaldeten Höhenlagen. Ein wichtiger Ausgangspunkt für Informationen über den Park ist das Besucherzentrum Juego de Bolas bei Agulo.
San Sebastián de La Gomera
San Sebastián de La Gomera ist die Inselhauptstadt und zugleich der wichtigste Hafenort der Insel. Hier kommen die Fährverbindungen an, und hier liegen mehrere historische Bauwerke wie die Torre del Conde und die Kirche Nuestra Señora de la Asunción. Die Stadt ist außerdem eng mit der letzten Etappe der Reise von Christoph Kolumbus vor der Überfahrt nach Amerika verbunden.
Das Zentrum lässt sich gut zu Fuß erkunden. Entlang der Küste und in den umliegenden Straßen liegen Plätze, kleinere Geschäfte und historische Gebäude.
Valle Gran Rey
Valle Gran Rey liegt im Westen der Insel und gehört zu den bekanntesten Orten von La Gomera. Das Tal reicht von den höheren Berglagen bis zur Küste und ist durch Terrassen, Palmen und verstreute Siedlungen geprägt. Im Küstenbereich liegen mehrere bekannte Strände wie Playa del Inglés und Playa de Vueltas.
Durch die Mischung aus Tal, Küste und kleinen Ortsteilen gehört Valle Gran Rey zu den abwechslungsreichsten Regionen der Insel.
Agulo und Mirador de Abrante
Agulo liegt im Norden von La Gomera und ist für seinen gut erhaltenen Ortskern bekannt. Oberhalb des Ortes befindet sich der Mirador de Abrante, von dem man über Agulo und bei klarer Sicht bis nach Teneriffa blicken kann.
Die Region verbindet steile Hänge, kleine landwirtschaftlich genutzte Flächen und weite Ausblicke auf die Nordküste.
Landschaft und Regionen der Insel
La Gomera ist stark radial aufgebaut. Das bedeutet, dass sich die Landschaft vom zentralen Hochland in viele Täler und Schluchten zur Küste hin öffnet. Dadurch verändert sich das Landschaftsbild auf kurzer Strecke sehr deutlich. Im Inselinneren liegen feuchte und oft nebelreiche Höhenlagen mit Waldgebieten, während es in vielen Küstenabschnitten trockener ist.
Besonders prägend ist der Lorbeerwald im Garajonay Nationalpark. Daneben bestehen viele Regionen aus steilen Hängen, Palmentälern, kleinen Ackerterrassen und felsigen Küstenabschnitten. Im Norden und Westen treten diese Landschaftsformen besonders deutlich hervor.
Die Insel wirkt insgesamt weniger von großen Ferienorten geprägt als andere Kanareninseln. Viele Orte sind kleiner, und auch die Straßenführung folgt stark dem Relief der Berge und Täler.
Vorschläge für Tagesrouten
Inselzentrum und Garajonay
San Sebastián de La Gomera – Juego de Bolas – Laguna Grande – Alto de Garajonay
Diese Route führt von der Inselhauptstadt in das zentrale Hochland von La Gomera. Schon auf dem Weg ändern sich Vegetation und Ausblicke deutlich. Aus den trockeneren Küstenlagen geht es hinauf in die bewaldeten Bereiche des Nationalparks Garajonay. Ein sinnvoller erster Halt ist das Besucherzentrum Juego de Bolas bei La Palmita, wo man sich einen Überblick über Natur, Landschaft und Wandergebiete der Insel verschaffen kann.
Anschließend führt die Strecke weiter zur Laguna Grande, einem bekannten Bereich im Nationalpark, der von Lorbeerwald umgeben ist. Von dort kann man je nach Zeit kurze Spaziergänge unternehmen oder weiter in Richtung Alto de Garajonay fahren. In den höheren Lagen öffnen sich immer wieder Ausblicke auf Täler, Bergrücken und je nach Wetter bis zur Küste. Diese Route eignet sich besonders, um die zentrale Landschaft der Insel kennenzulernen und den Wechsel zwischen Küste, Wald und Hochland zu erleben.
Norden der Insel
San Sebastián de La Gomera – Hermigua – Agulo – Mirador de Abrante
Diese Strecke führt von San Sebastián entlang der Nordostseite der Insel. Unterwegs verläuft die Straße durch grüne Talhänge und kleinere Orte. Hermigua gehört zu den bekanntesten Tälern der Insel und ist von Bananenplantagen, steilen Hängen und Küstenabschnitten geprägt. In der Umgebung liegen auch der alte Verladekran Pescante und natürliche Meeresschwimmbecken an der Küste.
Von dort geht es weiter nach Agulo, einem der charakteristischsten Orte im Norden. Oberhalb des Ortes liegt der Mirador de Abrante mit weitem Blick über die Nordküste und auf den Ort selbst. Die Route eignet sich gut für einen Tagesausflug mit mehreren kurzen Stopps, weil sie Ortsbilder, Aussichtspunkte und Küstenlandschaft miteinander verbindet.
Westen der Insel
Vallehermoso – Los Órganos – Valle Gran Rey
Die westliche Route verbindet einige der markantesten Landschaften von La Gomera. Ausgangspunkt kann Vallehermoso sein, eine große Gemeinde im Norden und Westen der Insel mit Übergängen vom Hochland bis zur Küste. Von dort lassen sich verschiedene Küstenbereiche ansteuern. Besonders bekannt ist das Naturdenkmal Los Órganos an der Nordwestküste. Diese Basaltformation ist nur vom Meer aus vollständig zu sehen und gehört zu den auffälligsten geologischen Erscheinungen der Insel.
Anschließend kann die Route weiter in Richtung Valle Gran Rey führen. Auf dem Weg wechseln sich Berghänge, Aussichtspunkte und Talabschnitte ab. Im Bereich von Valle Gran Rey angekommen, verändert sich die Landschaft erneut. Dort prägen Palmen, Terrassen und die Küstenorte das Bild. Gerade diese Strecke zeigt gut, wie unterschiedlich die Landschaft auf La Gomera innerhalb eines Tages wirken kann.
La Gomera ist geprägt von Bergen, Tälern und unberührter Natur. Der Garajonay Nationalpark bildet das grüne Herz der Insel. Die tiefen Schluchten und üppigen Wälder schaffen ein Klima, das Pflanzen und Wanderer gleichermaßen liebe
Weniger bekannte Orte und Aussichtspunkte
Los Órganos
Los Órganos ist eine markante Basaltformation an der Küste von Vallehermoso. Die senkrechten Gesteinssäulen erinnern an die Pfeifen einer Orgel. Das Naturdenkmal kann nur vom Meer aus vollständig betrachtet werden.
Hermigua und El Pescante
Hermigua liegt im Nordosten der Insel und ist eines der großen Täler von La Gomera. An der Küste befindet sich El Pescante, ein historischer Verladekran, der früher für den Warenumschlag genutzt wurde. In der Umgebung liegen außerdem Meeresschwimmbecken und Küstenwege.
Laguna Grande
Laguna Grande liegt im Zentrum der Insel innerhalb des Nationalparks Garajonay. Der Bereich ist ein guter Ausgangspunkt für kurze Aufenthalte und kleinere Wege durch den Lorbeerwald. Durch die Lage im Inselinneren vermittelt dieser Ort die typische Hochlandlandschaft von La Gomera besonders gut.

Was macht La Gomera aus?
La Gomera wird vor allem durch ihre geschlossene und bergige Landschaft geprägt. Täler, Schluchten und bewaldete Höhenlagen bestimmen große Teile der Insel. Gleichzeitig wirken viele Orte kleiner und ruhiger als auf den größeren Kanareninseln.
Dazu kommt mit dem Garajonay Nationalpark ein Naturraum, der das Bild der Insel stark prägt. Genau diese Verbindung aus Lorbeerwald, tief eingeschnittenen Tälern, kleinen Orten und einer insgesamt ruhigen Atmosphäre macht La Gomera besonders.
Wenn du deine Reise weiter konkretisieren möchtest, findest du hier die nächsten Schritte:
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